Bildung und aktives Lesen einer Tageszeitung bleibt Menschen mit einem Handicap in der Regel vorenthalten. Aber auch diese Menschen haben Wünsche und Bedürfnisse, am täglichen Leben teilzunehmen. Dazu gehören eben auch regelmäßige  Informationen aus den Medien, um zu wissen, was in der Welt überhaupt passiert. Insofern begleiten wir eine, wie wir finden, sinnvolle Idee des Hamburger Abendblattes und zahlen für zwei Schulen in Hamburg als sogenannte „Lesepaten“ die Abonnements, um diesen gehandicapten Kindern das tägliche Lesen einer Tageszeitung zu ermöglichen.

Mit einer, wie wir glauben, sehr guten und nachhaltigen Idee ist die Redaktion vom Hamburger Abendblatt an uns, der Dietrich F. Liedelt Stiftung herangetreten. Ziel dieser Patenschaft soll es sein, bei den Jungendlichen und Kindern durch das regelmässige lesen einer Tageszeitung, das Interesse am gesellschaftlichen Leben zu fördern. In unserer digitalisierten Welt bleibt leider ein gutes Buch, ein toll geschriebener Artikel und das Interesse an gesellschaftlichen Ereignissen völlig auf der Strecke. Wir glauben aber das es wichtig ist, das die nachfolgenden Generationen sich nicht nur in ihrem Smartphone verlieren darf, sondern es muss uns gelingen sie in unsere reale Welt zurückzuholen, die eben auch noch andere Dinge zu bieten hat, als immer nur WhatsApp, Instagram oder Facebook. Immer weniger Jugendliche sind in der Lage sich verständlich zu artikulieren, ihnen fehlt das Verständnis für politische Zusammenhänge, aber auch für Regeln und Strukturen bleibt wenig Raum, mit dem Ergebnis, das die Qualität und die Leistungsbereitschaft sich zu entwickeln in vielerlei Hinsicht nur noch als mittelmäßig zu beurteilen ist.

Insofern wollen wir mit dieser kleinen Maßnahmen der Lesepatenschaft einen Beitrag für die Zukunft leisten. Denn die besteht aus unseren Kindern und wenn es uns als Gesellschaft nicht gelingt, hier einen Kurswechsel hinzubekommen, dann dürfen wir uns auch nicht wundern, wenn unsere Generation das Land der “ Dichter und Denker“ nun endgültig irgendwann zu Grabe getragen wird. Auf unserer Generation lastet eine hohe Verantwortung in die Zukunft und dessen müssen wir uns jeden Tag immer wieder aufs neue bewusst werden.