Annabell ist 10 Jahre alt, klein und zierlich. Ein hübsches Mädchen, nach dem sich die Menschen auf der Straße umdrehen. Das 10-jährige Mädchen wurde vom Jugendamt im Alter von acht Jahren an die Mattisburg verwiesen. Annabell weigerte sich zu essen. Die Mutter dachte zunächst an Magersucht und konsultierte zahlreiche Ärzte und Therapeuten. Doch keiner konnte dem Mädchen helfen. Der Zufall rettete wahrscheinlich Annabells Leben. Sie wurde mit einem fremden Mann aufgegriffen und vorübergehend der Jugendfürsorge unterstellt. Doch Annabell wollte oder konnte nicht erzählen, was passiert war. Sie aß zwar wieder, doch das war auch schon alles. Das Jugendamt verwies Annabelle an die „Mattisburg“. Schon nach wenigen Wochen konnten die Psychologen der Einrichtung erste Fortschritte verzeichnen. Man fand heraus, dass Annabelle für pornografische Fotos an verschiedene Männer gegen Geld „ausgeliehen“ worden war. Die Eltern wussten davon nichts, war es doch der Bruder von Annabells Vater, der das kleine Mädchen einmal die Woche zu einem Onkel-Nichte-Ausflug abholte. Annabell lebt heute wieder bei ihren Eltern. Sie ist noch immer in Therapie – der Onkel im Gefängnis. Für Kinder wie Annabell engagieren wir uns. Helfen Sie mit, diesen Jungen und Mädchen eine Zukunft zu schaffen!
Für diese Kinder baut die Stiftung „Ein Platz für Kinder“ Schutzhäuser in ganz Deutschland.

Im Moment gibt es Hannover und Hamburg. Die nächste Mattisburg wird 2018 in Halle a. d. Saale entstehen.

Unser Beiratsvorsitzende Karl Schwanbeck hatte am 13.3.2018 Gelegenheit, die Mattisburg, einen Rückzugsort für traumatisierte Kinder in Hamburg Schnelsen, zu besuchen. Es fand ein gemeinsamer Meinungsaustauch mit der Stiftungsvorsitzenden Frau Ruoff, dem Hausleiter und Karl Schwanbeck zu aktuellen Projekten statt.

Wir unterstützen diese Einrichtung seit 2014 und haben seitdem hautnah miterleben können, wie sich diese sehr sorgsam behütete Unterkunft mit allen ihren verantwortlichen Pädagogen, Psychologen und natürlich auch den dort in Rehabilitation befindlichen Kindern positiv entwickelt hat. Hier wird an 6 Kindern mit14 Betreuern versucht, die verletzten Seelen der dort lebenden Kinder wieder zu heilen.

Jedes Kind ist aus therapeutischen Gründen in einem freundlich eingerichteten Einzelzimmer für sich alleine untergebracht. Wir als Dietrich F. Liedelt Stiftung haben für jedes Zimmer die finanziell notwendigen Mittel für einen vandalensicheren Schreibtisch, Nachtschrank, sowie hochwertige Kinderstühle bereitgestellt. Diese Möbel müssen einen besonderen Standard haben, damit sie auch bei völlig natürlichen Aggressionen der Kinder dem Temperament in solchen Momenten standhalten. Was im normalen Alltag zum Schutz der Kinder nicht gemacht wird, war der heutige Rundgang durch das Haus, bei dem 2 Mädchen unserem Beiratsvorsitzenden Karl Schwanbeck ganz stolz Einlass in ihre „heiligen Räume“ gewährten. Das war aber erst möglich, nachdem er ganz höflich gefragt hat, ob er mal einen Blick in die Zimmer werfen darf.

Es war wieder einmal sehr beeindruckend, wie eine so kompetente und notwendige Arbeit an Kindern im Stillen geleistet wird, um ihnen damit die Möglichkeit zu geben, in ein normales und geordnetes Leben zurückzukehren. Sehr beeindruckend war für Karl Schwanbeck einmal mehr, wie sich diese Einrichtung im Außenverhältnis ziemlich geräuschlos um Resozialisierung der Kinder kümmert und das mit sehr gutem Erfolg.